Polizei stoppt 300 Fahrradfahrer
In München hat die Polizei bei einem gezielten Verkehrseinsatz zahlreiche Verstöße von Radfahrern festgestellt. Während einer mehrstündigen Kontrollaktion überprüften Einsatzkräfte nahezu 300 Fahrradfahrer. Das Ergebnis zeigt: Besonders häufig wurden rote Ampeln missachtet.
Verkehrskontrolle an mehreren Münchner Straßen
Das Polizeipräsidium München führte den Schwerpunktkontrolleinsatz gemeinsam mit den Polizeiinspektionen Au und Bogenhausen am Donnerstag, 16. Juli, zwischen 7 und 13 Uhr durch. Kontrolliert wurde unter anderem entlang der Berg-am-Laim-Straße, der Ampfinger Straße, der Rosenheimer Straße sowie in den angrenzenden Bereichen. Dabei kamen sowohl mobile Streifen als auch stationäre Kontrollstellen zum Einsatz.
Die häufigsten Verstöße: Rotlicht und falsche Straßennutzung
Den größten Anteil der festgestellten Verkehrsverstöße machte das Überfahren roter Ampeln aus. Insgesamt 164 Radfahrer wurden deshalb angezeigt. Weitere 66 Verstöße betrafen die falsche Nutzung der Fahrbahn oder anderer Verkehrsflächen. Zehn Fahrradfahrer mussten wegen der Nutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt mit einer Anzeige rechnen.
Darüber hinaus entdeckten die Beamten ein technisch manipuliertes Fahrrad. Zwei weitere Verkehrsteilnehmer wurden belangt, weil sie Radwege beziehungsweise Radfahrstreifen unerlaubt befuhren oder dort anhielten.
Auch E-Scooter-Fahrer und Autofahrer kontrolliert
Nicht nur Radfahrer standen im Fokus der Polizei. Auch E-Scooter-Fahrer wurden überprüft. Dabei registrierten die Einsatzkräfte vier Rotlichtverstöße. Zusätzlich stellten sie einen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie eine Manipulation an einem E-Scooter fest. Der betroffene Fahrer verfügte dadurch auch nicht über die erforderliche Fahrerlaubnis.
Im Rahmen der Kontrollen wurden außerdem Autofahrer überprüft. Hier ahndete die Polizei unter anderem Fahrten unter Drogeneinfluss sowie Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Verkehrspolizei übernimmt weitere Ermittlungen
Die weitere Bearbeitung sämtlicher Anzeigen sowie die Ermittlungen wurden an die Münchner Verkehrspolizei übergeben. Mit solchen Schwerpunktkontrollen möchte die Polizei die Verkehrssicherheit erhöhen und insbesondere das Bewusstsein für die Einhaltung der Verkehrsregeln bei allen Verkehrsteilnehmern stärken.
Quellen: Polizeipräsidium München und tz.de